Hielscher Ultrasonics
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Ultraschalllyse für das Western Blotting

  • Der Western Blot ist ein analytisches Verfahren zum Nachweis spezifischer Proteine in einer Probe aus Gewebehomogenat oder Zellextrakt.
  • Zur Durchführung eines Western Blots oder zur Messung der Enzymaktivität erfordern viele Assays den Zugang zu den in der Zelle eingeschlossenen Materialien (z. B. Proteine, DNA, subzelluläre Fragmente).
  • Die Beschallung ist eine zuverlässige und einfach anzuwendende Methode für den kontrollierten Zellaufschluss und die Zelllyse.

Zellaufschluss mittels Ultraschall

Die Proteinextraktion aus Geweben und kultivierten Zellen ist der erste Schritt vieler biologischer, biochemischer und analytischer Verfahren (PAGE, Western Blotting, ELISA, Massenspektrometrie usw.) oder der Proteinreinigung. Um eine hohe Proteinausbeute zu erzielen, müssen Zellmaterial und Gewebe effizient aufgeschlossen bzw. lysiert werden. Ob Pflanzenzelle oder tierisches Gewebe – mit der Beschallung bereiten Sie Ihr Zelllysat einfach und schnell vor.

Vorteile der Beschallung

  • schnell und effizient
  • einfache Bedienung
  • hohe Proteinausbeute
  • reproduzierbar / wiederholbar
  • präzise kontrolliert
  • skalierbar

Informationsanfrage



Der VialTweeter von Hielscher ist ideal für die Lyse mehrerer Proben

VialTweeter-Ultraschallgerät zur Probenvorbereitung mittels Ultraschall, beispielsweise für den Zellaufschluss und die Proteinisolierung

Immunpräzipitationsprotokoll für das Western Immunoblotting

A. Reagenzien

Verwenden Sie zur Herstellung der Lösungen gereinigtes Wasser, beispielsweise Milli-Q-Wasser.

  • 1X phosphatgepufferte Kochsalzlösung (PBS)
  • 1X Zelllysepuffer: 20 mM Tris (pH 7,5), 150 mM NaCl, 1 mM EDTA, 1 mM EGTA, 1% Triton X-100, 2,5 mM Natriumpyrophosphat, 1 mM β-Glycerophosphat, 1 mM Na3VO4, 1 μg/ml Leupeptin
    Wichtig: Fügen Sie unmittelbar vor der Verwendung 1 mM PMSF hinzu.
  • 15 μl Protein A + 15 μl Protein G reichen für die IP aus; dies kann jedoch von Ihrem Primärantikörper und dem Probenvolumen abhängen. Sie können auch vorgemischte Protein-A/G-Agarose verwenden (z. B. Protein A für den Pulldown von Kaninchen-IgG und Protein G für den Pulldown von Maus-IgG).
  • 3X SDS-Probenpuffer: 187,5 mM Tris-HCl (pH 6,8 bei 25°C), 6% w/v SDS, 30% Glycerin, 150 mM DTT, 0,03% w/v Bromphenolblau

B. Herstellung von Zelllysaten

  • Ernten Sie die Zellen. Um die Zellen unter nicht denaturierenden Bedingungen zu ernten, entfernen Sie die Medien und spülen Sie die Zellen einmal mit eiskaltem PBS.
  • Entfernen Sie das PBS, geben Sie auf jede Platte (10 cm) 0,5 ml eiskalten 1X Zelllysepuffer und inkubieren Sie die Platten 5 Minuten auf Eis.
  • Schaben Sie die Zellen von den Platten ab und überführen Sie sie in Mikrozentrifugenröhrchen. Halten Sie die Proben auf Eis.
  • Beschallen Sie zweimal für jeweils 10 Sekunden in eiskaltem Immunpräzipitationspuffer (IP-Puffer: 50 mM Tris-HCl [pH 7,4], 150 mM NaCl, 5 mM EDTA, 0,1% NP-40 und die Proteaseinhibitormischung). Für die Beschallung eignen sich der VialTweeter oder ein Ultraschallgerät mit Sonotrode wie der UP100H oder der UP200Ht am besten.
  • Zentrifugieren Sie die Lysate bei 15.000 g für 10 Minuten bei 4°C.
  • Überführen Sie den Überstand in ein neues Röhrchen. (Bei Bedarf kann das Lysat bei –80°C gelagert werden.)
  • Geben Sie den Primärantikörper zum Überstand. Inkubieren Sie den Überstand mit dem Primärantikörper für 1 h bei 4°C unter leichtem Schütteln. Der Primärantikörper wird üblicherweise in einer 10x höheren Konzentration als beim Western Blotting zugegeben. (Sie können mit 1μg pro 100μL beginnen.)
  • Inkubieren Sie den Überstand anschließend für weitere 1 h mit einer Mischung aus gleichen Mengen Protein-A-Agarose (Invitrogen) und Protein-G-Agarose.
  • Waschen Sie die Agarosepellets dreimal mit IP-Puffer. Extrahieren Sie anschließend die gebundenen Proteine mit dem SDS-PAGE-Ladepuffer durch Erhitzen auf 95°C für 5 Minuten.

C. Immunpräzipitation

  • Nehmen Sie 200 μl Zelllysat und geben Sie den Primärantikörper hinzu. Inkubieren Sie über Nacht bei 4°C unter sanftem Schwenken.
  • Geben Sie entweder Protein-A- oder Protein-G-Agarosekügelchen hinzu (20 μl einer 50%igen Kügelchensuspension). Inkubieren Sie für 1–3 Stunden bei 4°C unter sanftem Schwenken.
  • Zentrifugieren Sie für 30 Sekunden bei 4°C in einer Mikrozentrifuge. Waschen Sie das Pellet fünfmal mit 500 µl 1X Zelllysepuffer. Halten Sie die Proben während der Waschschritte auf Eis.
  • Resuspendieren Sie das Pellet mit 20 μl 3X SDS-Probenpuffer. Mischen Sie auf dem Vortexmischer und zentrifugieren Sie anschließend für 30 Sekunden in einer Mikrozentrifuge.
  • Erhitzen Sie die Probe für 2–5 Minuten auf 95–100°C und zentrifugieren Sie für 1 Minute bei 14.000 X g in einer Mikrozentrifuge.
  • Tragen Sie die Probe (15–30 μl) auf ein SDS-PAGE-Gel (12–15%) auf.
  • Analysieren Sie die Probe mittels Western Blotting.

Western-Blot-Analyse mit dem Ultraschallgerät UP50H

Das folgende Protokoll mit dem Sonotroden-Ultraschallgerät UP50H wurde in der Studie von Kriebisch et al. (2011) verwendet:
Der Ultraschallhomogenisator UP50H mit Sonotrode wird häufig zum Zellaufschluss und zur Proteinisolierung als Schritt der Probenvorbereitung vor dem Western Blotting eingesetztGesamtprotein wurde aus MC3T3-E1-Zellen isoliert, die mit 1,25(OH)2D3 (10−8 M) oder dem Vehikel behandelt worden waren. Die Zellen wurden mit einem Puffer lysiert, der 50 mM Tris HCl, pH 8 (Sigma-Aldrich), 150 mM NaCl (Fisher Scientific), 0,1% Natriumdodecylsulfat (SDS) (Fisher Scientific), 1% IGEPAL CA-630 (Sigma-Aldrich) und 0,5% Natriumdesoxycholat (Merck) enthielt. Das Zelllysat wurde für 2 × 10 s bei Zyklus 1 und Amplitude 80 mit dem UP50H-Ultraschallprozessor (Hielscher, Ultrasound Technology, Teltow, Deutschland) beschallt. Anschließend wurde das Material für 10 min bei 14.000 rpm zentrifugiert und der Überstand für das Western Blotting verwendet. Fünfundzwanzig μg Protein wurden in Probenpuffer und Reduktionsmittel (Invitrogen) aufgekocht, anschließend mittels SDS-PAGE auf 4–12%igen Polyacrylamidgelen (Invitrogen) getrennt und auf eine Nitrocellulosemembran (GE health care) übertragen. Die Membran wurde für 1 h mit TBS (10 mM Tris-HCl; pH 7,6; 150 mM NaCl) blockiert, das 1% Casein (Sigma-Aldrich) und 1% Tris (1 M) enthielt. Nach dem Blockieren wurde die Membran über Nacht bei 4°C unter leichtem Schütteln mit dem Primärantikörper inkubiert (Kaninchen-Antikörper gegen humanes CBS, 1/500, entwickelt im Labor von Prof. R. Banerjee, Ann Arbor, MI, USA). Die Inkubation mit einem an Meerrettichperoxidase (HPR) konjugierten Sekundärantikörper (Dako) erfolgte für 1 h bei Raumtemperatur. Alle Blots wurden mittels verstärkter Chemilumineszenz (Perkin Elmer) entwickelt.
 

So finden Sie das optimale Ultraschallgerät für Zellaufschluss und Proteinextraktion in Wissenschaft und AnalytikDiese Anleitung erläutert, welcher Ultraschallgerätetyp sich am besten für Ihre Aufgaben in der Probenvorbereitung eignet, etwa Lyse, Zellaufschluss, Proteinisolierung sowie DNA- und RNA-Fragmentierung in Labor, Analytik und Forschung. Wählen Sie den idealen Ultraschallgerätetyp für Ihre Anwendung, Ihr Probenvolumen, Ihre Probenanzahl und Ihren Probendurchsatz. Hielscher Ultrasonics hat den idealen Ultraschallhomogenisator für Sie!
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Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die ungefähre Verarbeitungskapazität unserer Ultraschallgeräte im Labormaßstab:

Empfohlene Geräte Chargenvolumen Volumenstrom
UIP400MTP-Ultraschallgerät für 96-Well-Platten Multiwell- / Mikrotiterplatten n.a.
Ultraschall-CupHorn CupHorn für Probengefäße oder Bechergläser n.a.
GDmini2 Ultraschall-Mikrodurchflussreaktor n.a.
VialTweeter 0,5 bis 1,5mL n.a.
UP100H 1 bis 500mL 10 bis 200mL/min
UP200Ht, UP200St 10 bis 1000mL 20 bis 200mL/min
UP400St 10 bis 2000mL 20 bis 400mL/min
Ultraschall-Siebschüttler n.a. n.a.

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Bitte nutzen Sie das nachstehende Formular, um weitere Informationen zu unseren Ultraschallgeräten für die Probenvorbereitung vor Western Blots, detaillierte Anwendungsprotokolle und den Preis anzufordern. Gerne besprechen wir Ihren Probenvorbereitungsprozess mit Ihnen und bieten Ihnen ein Ultraschallsystem an, das Ihren Anforderungen entspricht!





Mikroplatten, Multiwell-Platten, PCR-Platten und 96-Well-Platten lassen sich mit dem Platten-Ultraschallgerät UIP400MTP bequem und gleichmäßig beschallen

UIP400MTP-Platten-Ultraschallgerät zur Beschallung von 96-Well-Platten mit hohem Probendurchsatz



Über das Western Blotting

Blots sind analytische Verfahren, bei denen DNA, RNA und Proteine auf einen Träger übertragen werden, damit sie getrennt werden können.
Der Southern Blot dient dem Nachweis von DNA, der Northern Blot dem Nachweis von RNA und der Western Blot dem Nachweis von Proteinen.
Western Blotting wird auch als Protein-Immunoblotting bezeichnet, da ein Antikörper zum spezifischen Nachweis seines Antigens eingesetzt wird. Das Western Blotting ist eine der wichtigsten Analysemethoden zum Nachweis spezifischer Proteine in einer Probe. Beim Western Blot werden die Proteine auf Membranen immobilisiert, um sie mithilfe monoklonaler oder polyklonaler Antikörper nachzuweisen.
Mittels SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese (SDS-PAGE) werden native Proteine nach ihrer 3-D-Struktur oder denaturierte Proteine nach der Länge des Polypeptids getrennt. Die Proteine werden anschließend auf eine Membran (üblicherweise Nitrocellulose oder PVDF) übertragen, wo sie mit Antikörpern angefärbt werden, die für das Zielprotein spezifisch sind. Der Gelelektrophoreseschritt ist Bestandteil der Western-Blot-Analyse, um das Problem der Kreuzreaktivität von Antikörpern zu lösen.
Anschließend werden die getrennten Proteine auf eine Matrix geblottet (meist auf eine Nitrocellulose- oder PVDF-Membran), wo sie mit Antikörpern angefärbt werden. Die Antikörper dienen als Nachweissonden und werden spezifisch für das Zielprotein ausgewählt. Die Analyse der Position und Intensität der spezifischen Reaktion liefert Einzelheiten zur Expression der Zielproteine in der jeweiligen Probe. Aufgrund des hohen Auflösungsvermögens der Gelelektrophorese sowie der ausgeprägten Spezifität und hohen Empfindlichkeit des Immunoassays kann das Western Blotting Zielproteine bereits in Mengen von 1ng nachweisen. Die Western-Blot-Methode wird in der Molekularbiologie, Biochemie, Immungenetik und weiteren molekularen Forschungsgebieten eingesetzt.
Weitere verwandte Techniken sind die Dot-Blot-Analyse, die Immunhistochemie und die Immunzytochemie, bei denen Antikörper zum Nachweis von Proteinen in Geweben und Zellen durch Immunfärbung eingesetzt werden, sowie der enzymgekoppelte Immunadsorptionstest (ELISA).


Literatur / Quellen

Vollständiger VialTweeter-Aufbau: VialTweeter-Sonotrode am Ultraschallprozessor UP200St

VialTweeter-Ultraschallgerät zur gleichzeitigen Probenvorbereitung in mehreren Probengefäßen

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Die Beschallung ist ein wichtiger Schritt bei der Probenvorbereitung

UP200St mit Mikrospitze zur Probenbeschallung

Wir besprechen gerne Ihren Prozess mit Ihnen.

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