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Ultraschall-Probenvorbereitung für ELISA-Assays

Assays wie ELISA werden häufig in der In-vitro-Diagnostik, zum Nachweis krankheitsbezogener Proteine und zur Qualitätskontrolle (z. B. zur Überwachung von Lebensmittelallergenen) eingesetzt. Die Ultraschall-Probenvorbereitung ist eine schnelle, zuverlässige und reproduzierbare Methode zur Zelllyse und zur Isolierung intrazellulärer Proteine, DNA, RNA und Organellen. Hielscher Ultrasonics bietet verschiedene Ultraschalllösungen für die komfortable Vorbereitung einzelner Proben, mehrerer Probengefäße sowie von Mikrotiterplatten und 96-Well-Platten.

ELISA – Enzymgekoppelter Immunadsorptionstest

ELISA steht für „Enzyme-Linked Immunosorbent Assay“ (enzymgekoppelter Immunadsorptionstest) und ist eine weitverbreitete biochemische Analysemethode aus der Kategorie der Ligandenbindungsassays. Beim ELISA wird eine flüssige Probe auf eine stationäre Festphase mit besonderen Bindungseigenschaften gegeben. Üblicherweise wird die stationäre Festphase als Beschichtung auf eine Mikrotiterplatte oder ELISA-Platte aufgebracht. Anschließend werden nacheinander verschiedene flüssige Reagenzien zugegeben, inkubiert und ausgewaschen, sodass schließlich eine optische Veränderung (z. B. eine Farbentwicklung durch das Produkt einer enzymatischen Reaktion) in der verbleibenden Flüssigkeit in der Vertiefung auftritt. Diese optische Veränderung ermöglicht es, die Menge des Analyten durch eine sogenannte quantitative „Auslesung“ zu bestimmen. Für die quantitative Auslesung wird ein Spektrophotometer, Fluorometer oder Luminometer verwendet, um die Intensität des durchgelassenen Lichts zu erfassen und zu messen. Die Nachweisempfindlichkeit wird durch die Signalverstärkung während der analytischen Reaktionen beeinflusst. Da Enzymreaktionen gut untersuchte und zuverlässige Verstärkungsprozesse sind, werden Enzyme zur Signalerzeugung eingesetzt. Die Enzyme sind in festen Verhältnissen an die Nachweisreagenzien gekoppelt, um eine genaue Quantifizierung zu ermöglichen. Dies erklärt auch die Bezeichnung „enzymgekoppelter“ Immunadsorptionstest.
Da ELISA-Assays in Mikrotiterplatten / 96-Well-Platten durchgeführt werden, zählt ELISA zu den plattenbasierten Assayverfahren und wird z. B. in der klinischen In-vitro-Diagnostik, Forschung und Arzneimittelentwicklung zum Nachweis und zur Quantifizierung von Antikörpern, Peptiden, Proteinen und Hormonen eingesetzt.
Die ELISA-Technik wird häufig als diagnostisches Instrument in der Medizin, Biotechnologie und Pflanzenpathologie eingesetzt und ist auch eine wichtige Methode zur Qualitätskontrolle in zahlreichen Branchen.

Vollständiger VialTweeter-Aufbau: VialTweeter-Sonotrode am Ultraschallprozessor UP200St

Das Ultraschallgerät zur Probenvorbereitung VialTweeter wird vor ELISA-Assays zur Zelllyse und Proteinextraktion eingesetzt.

Informationsanfrage



Ultraschall-Probenvorbereitung vor ELISA

Bevor der ELISA-Assay durchgeführt werden kann, müssen die Proben durch Schritte wie Zelllyse und Extraktion intrazellulärer Proteine, DNA, RNA usw. vorbereitet werden. Die Vorteile der ultraschallgestützten Zelllyse und Proteinisolierung sind ihre hohe Effizienz, Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit. Alle diese Faktoren sind wichtig, um qualitativ hochwertige Diagnostik- und Forschungsergebnisse zu erhalten.

Vorteile der Ultraschalllyse vor ELISA

  • Homogene Probenbehandlung
  • Vollständige Lyse
  • Vollständige Proteinextraktion (z. B. Antikörper, DNA)
  • Optimale Anpassung an den Zelltyp
  • Für jede Probengröße
  • Reproduzierbar
  • Temperaturgeregelt
  • Automatische Datenprotokollierung auf SD-Karte

 

So finden Sie das optimale Ultraschallgerät für Zellaufschluss und Proteinextraktion in Wissenschaft und AnalytikDiese Anleitung erläutert, welcher Ultraschallgerätetyp sich am besten für Ihre Aufgaben in der Probenvorbereitung eignet, etwa Lyse, Zellaufschluss, Proteinisolierung sowie DNA- und RNA-Fragmentierung in Labor, Analytik und Forschung. Wählen Sie den idealen Ultraschallgerätetyp für Ihre Anwendung, Ihr Probenvolumen, Ihre Probenanzahl und Ihren Probendurchsatz. Hielscher Ultrasonics hat den idealen Ultraschallhomogenisator für Sie!
Diese Anleitung erläutert, welcher Ultraschallgerätetyp sich am besten für Ihre Aufgaben in der Probenvorbereitung eignet, etwa Lyse, Zellaufschluss, Proteinisolierung sowie DNA- und RNA-Fragmentierung in Labor, Analytik und Forschung. Wählen Sie den idealen Ultraschallgerätetyp für Ihre Anwendung, Ihr Probenvolumen, Ihre Probenanzahl und Ihren Probendurchsatz. Hielscher Ultrasonics hat den idealen Ultraschallhomogenisator für Sie!

 

Protokoll zur Ultraschall-Zelllyse vor ELISA

  • Für Zellkulturen: Zentrifugieren Sie die Zellen vor der Ultraschall-Zelllyse für 5 min bei 270 x g in einer Mikrozentrifuge. Entfernen Sie den Überstand durch Absaugen und resuspendieren Sie die Zellen in 30 – 100 μL RIPA-Puffer. Inkubieren Sie das Zellpellet anschließend für 30 min auf Eis.
  • Die Zellprobe ist nun bereit für die Ultraschalllyse:
    Verwenden Sie je nach Anzahl der vorzubereitenden Proben ein Ultraschallgerät mit Sonotrode (z. B. UP200Ht mit der Sonotrode S26d2) oder ein Ultraschallgerät für mehrere Proben (z. B. den VialTweeter zur gleichzeitigen Beschallung von bis zu 10 Probengefäßen oder den UIP400MPT für Mikrotiterplatten / 96-Well-Platten).
    Geben Sie die Zellen zur Beschallung einer Einzelprobe mit einer Sonotrode in 1,5-mL-Mikrozentrifugenröhrchen.
  • Stellen Sie im digitalen Menü des Ultraschallgeräts die Beschallungsdauer, den Gesamtenergieeintrag, den Zyklusmodus und/oder die Temperaturgrenzen vorab ein. Dies gewährleistet eine äußerst zuverlässige Beschallung und Wiederholbarkeit.
  • Tauchen Sie die Sonotrode in die Probe und schalten Sie das Ultraschallgerät ein. Bewegen Sie die Mikrospitze der Sonotrode vorsichtig durch die Probe, um diese gleichmäßig zu beschallen.
    Bei den meisten Zellen ist die Ultraschalllyse nach 2 – 4 Zyklen mit jeweils 10 sec Beschallung abgeschlossen.
  • Entfernen Sie nach der Beschallung die Sonotrode aus der Probe. Die Proben sollten für 5 min auf Eis inkubiert werden. Zentrifugieren Sie anschließend für 20 min bei 10.000 x g, um die Zelltrümmer zu pelletieren. Überführen Sie die Überstände in ein neues Mikrozentrifugenröhrchen. Beschriften Sie die Analyten und lagern Sie sie bei -20°C.
  • Die Ultraschallsonotrode lässt sich durch gründliches Abwischen mit Alkohol oder durch Beschallung in einem mit Alkohol, z. B. 70% Ethanol, gefüllten Becherglas reinigen. Alle Ultraschallsonotroden aus Titan sind autoklavierbar.
Ultraschallgeräte mit Sonotrode wie der UP200St sind zuverlässige Gewebehomogenisatoren und werden häufig zur Probenvorbereitung in der Genetik eingesetzt, z. B. zur Lyse von E. coli.

Proteinextraktion aus E.-coli-Zellen mit dem Ultraschallhomogenisator UP200St

Für Gewebehomogenate:

  • Spülen Sie das Gewebe mit eiskaltem PBS (0,01M, pH=7,4), um überschüssiges hämolysiertes Blut gründlich zu entfernen.
  • Wiegen Sie das Gewebe (Niere, Herz, Lunge, Milz usw.) und zerkleinern Sie es durch Mazeration in kleine Stücke, die in PBS homogenisiert werden. Das benötigte PBS-Volumen richtet sich nach dem Gewebegewicht. Als Faustregel gilt: Für 1g Gewebe werden etwa 9mL PBS benötigt. Es wird empfohlen, dem PBS etwas Proteaseinhibitor zuzusetzen. (Alternativ kann RIPA-Puffer oder ein hypotonischer Lysepuffer mit einem Protease- und Phosphataseinhibitor-Cocktail verwendet werden.)
  • Je nach Gewebegröße kann eine kurze Behandlung mit einem Vortexmischer (etwa 1–2 min. in Pulsen von 15 sec.) zur Vorbehandlung des Gewebes hilfreich sein.
  • Montieren Sie eine Mikrospitze, z. B. S26d2, an Ihrem Ultraschallgerät. Stellen Sie das Probenröhrchen mit dem Gewebe in ein Eisbad.
  • Beschallen Sie die Probe mit Ihrem Ultraschallgerät, z. B. UP200St (80% Amplitude), für 1 min. im Pulsmodus (15sec ein, 15sec Pause). Belassen Sie die Probe im Eisbad.
  • Die Homogenate werden anschließend zentrifugiert, um spezifische Fraktionen (zytosolische, nukleäre, mitochondriale oder lysosomale) zu erhalten und das Protein für die Analyse anzureichern. Durch Zentrifugieren der Probe für 5 Minuten bei 5000×g wird der Überstand gewonnen.
Die Sonotrode MTP-24-8-96 verfügt über acht Ultraschallspitzen zur Beschallung der Vertiefungen von Mikrotiterplatten.

Die Sonotrode MTP-24-8-96 verfügt über acht Ultraschallspitzen zur Beschallung der Vertiefungen von Mikrotiterplatten.

Zuverlässige Temperaturregelung während der Beschallung

Die Temperatur ist ein entscheidender Einflussfaktor im Prozess und besonders bei der Behandlung biologischer Proben von Bedeutung, z. B. um den thermischen Abbau von Proteinen zu verhindern. Wie bei allen mechanischen Verfahren zur Probenvorbereitung entsteht auch bei der Beschallung Wärme. Mit den Geräten von Hielscher Ultrasonics lässt sich die Probentemperatur jedoch gut kontrollieren. Wir stellen Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor, die Temperatur Ihrer Proben während der präanalytischen Vorbereitung mit einem Ultraschallgerät mit Sonotrode oder dem VialTweeter zu überwachen und zu regeln.

  1. Überwachung der Probentemperatur: Alle digitalen Ultraschallprozessoren von Hielscher sind mit intelligenter Software und einem steckbaren Temperatursensor ausgestattet. Schließen Sie den Temperatursensor an das Ultraschallgerät an (z. B. UP200Ht, UP200St, VialTweeter, Ultraschallgerät für Multiwell-Platten UIP400MTP) und führen Sie die Spitze des Temperatursensors in eines der Probenröhrchen ein. Über das digitale Farb-Touchdisplay können Sie im Menü des Ultraschallprozessors einen bestimmten Temperaturbereich für die Beschallung Ihrer Proben einstellen. Das Ultraschallgerät stoppt automatisch, sobald die Höchsttemperatur erreicht ist, und pausiert, bis die Probentemperatur auf den unteren Wert des eingestellten Temperaturintervalls ∆ gesunken ist. Anschließend startet die Beschallung automatisch erneut. Diese intelligente Funktion verhindert einen wärmebedingten Abbau.
  2. Beim Ultraschallgerät für mehrere Proben VialTweeter kann der Titanblock, der die Probenröhrchen aufnimmt, vorgekühlt werden. Stellen Sie den VialTweeter-Block (nur die Sonotrode ohne Schallwandler!) in den Kühlschrank oder Gefrierschrank. Das Vorkühlen des Titanblocks hilft, den Temperaturanstieg in der Probe zu verzögern. Wenn möglich, kann auch die Probe selbst vorgekühlt werden.
  3. Verwenden Sie während der Beschallung ein Eisbad oder Trockeneis zur Kühlung. Stellen Sie Ihr Probenröhrchen bzw. Ihre Probenröhrchen während der Beschallung in ein Eisbad. Verwenden Sie für den VialTweeter eine flache, mit Trockeneis gefüllte Schale und stellen Sie den VialTweeter auf das Trockeneis, damit die Wärme schnell abgeführt werden kann.

Kunden weltweit nutzen die Ultraschallgeräte mit Sonotrode von Hielscher sowie die Geräte zur Beschallung mehrerer Proben VialTweeter und UIP400MTP für ihre tägliche Probenvorbereitung in biologischen, biochemischen, medizinischen und klinischen Laboren. Die intelligente Software und Temperaturregelung der Hielscher-Prozessoren sorgen für eine zuverlässige Temperaturkontrolle und verhindern einen wärmebedingten Abbau der Proben. Die Ultraschall-Probenvorbereitung mit Ultraschalllösungen von Hielscher liefert äußerst zuverlässige und reproduzierbare Ergebnisse!
Erfahren Sie mehr über die Hochdurchsatzbeschallung für Assays mit dem Ultraschallgerät für Multiwell-Platten UIP400MTP!

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Ultraschallhomogenisatoren mit hohen Scherkräften werden zur Verarbeitung im Labor, in Tischgeräten sowie in Pilot- und Industrieanlagen eingesetzt.

Hielscher Ultrasonics stellt Hochleistungs-Ultraschallhomogenisatoren für Mischanwendungen, Dispergierung, Emulgierung und Extraktion im Labor-, Pilot- und Industriemaßstab her.



Literatur / Quellen

Wissenswertes

Welche ELISA-Typen gibt es?

Es gibt mehrere ELISA-Typen, die sich durch ihr Funktionsprinzip unterscheiden. Sie werden als direkter ELISA, indirekter ELISA, Sandwich-ELISA, kompetitiver ELISA und reverser ELISA bezeichnet. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen ELISA-Typen sowie ihre wichtigsten Merkmale und Unterschiede.
ELISA kann in einem qualitativen oder quantitativen Format durchgeführt werden. Qualitative Ergebnisse liefern ein einfaches positives oder negatives Ergebnis. Beim quantitativen ELISA wird dagegen die optische Dichte (OD) der Probe mit einer Standardkurve verglichen, die typischerweise auf einer Verdünnungsreihe einer Lösung des Zielmoleküls mit bekannter Konzentration beruht.

Direkter ELISA

Der direkte ELISA ist die einfachste ELISA-Assayform, bei der nur ein enzymmarkierter Primärantikörper verwendet wird und keine Sekundärantikörper erforderlich sind. Der enzymmarkierte Primärantikörper bindet direkt an das Ziel, also das Antigen. Die gepufferte Antigenlösung wird in jede Vertiefung einer Mikrotiterplatte (üblicherweise 96-Well-Platten, ELISA-Platten) gegeben, wo sie durch Ladungswechselwirkungen an der Kunststoffoberfläche haftet. Wenn das an den Primärantikörper gekoppelte Enzym mit seinem Substrat reagiert, erzeugt es ein sichtbares Signal, das mit einem Spektrophotometer, Fluorometer oder Luminometer gemessen werden kann.

Indirekter ELISA

Für den indirekten ELISA-Test werden sowohl ein Primärantikörper als auch ein Sekundärantikörper benötigt. Im Gegensatz zum direkten ELISA ist jedoch nicht der Primärantikörper, sondern der Sekundärantikörper mit einem Enzym markiert. Das Antigen wird auf der Mikrotiterplatte immobilisiert und vom Primärantikörper gebunden. Anschließend bindet der enzymmarkierte Sekundärantikörper an den Primärantikörper. Schließlich reagiert das an den Sekundärantikörper gekoppelte Enzym mit seinem Substrat und erzeugt ein sichtbares Signal, das nachgewiesen werden kann.

Sandwich-ELISA

Während beim direkten und indirekten ELISA das Antigen als Beschichtung auf der Oberfläche der Mikrotiterplatte immobilisiert wird, wird beim Sandwich-ELISA der Antikörper auf der Kunststoffoberfläche der ELISA-Platte immobilisiert. Die immobilisierten Antikörper beim Sandwich-ELISA werden als Fängerantikörper bezeichnet. Zusätzlich zu den Fängerantikörpern werden beim Sandwich-ELISA auch sogenannte Detektionsantikörper benötigt. Zu den Detektionsantikörpern gehören ein unmarkierter primärer Detektionsantikörper und ein enzymmarkierter sekundärer Detektionsantikörper.
Zunächst bindet das zu untersuchende Antigen an den auf der Platte immobilisierten Fängerantikörper. Dann bindet der primäre Detektionsantikörper an das Antigen. Anschließend bindet der sekundäre Detektionsantikörper an den primären Detektionsantikörper. Im letzten Reaktionsschritt reagiert das Enzym mit seinem Substrat und erzeugt ein sichtbares Signal, das optisch nachgewiesen werden kann.

Kompetitiver ELISA

Der kompetitive ELISA, auch als Inhibitions-ELISA bekannt, ist der komplexeste ELISA-Typ, da er den Einsatz eines Inhibitor-Antigens umfasst. Jedes der drei Formate – direkter, indirekter und Sandwich-ELISA – kann an das kompetitive ELISA-Format angepasst werden. Beim kompetitiven ELISA konkurrieren das Inhibitor-Antigen und das zu untersuchende Antigen um die Bindung an den Primärantikörper.
Für den kompetitiven ELISA wird ein unmarkierter Antikörper in Gegenwart seines Antigens, also der Probe, inkubiert. Diese gebundenen Antikörper-Antigen-Komplexe werden anschließend in eine mit Antigen beschichtete Vertiefung gegeben.
Die Platte wird gewaschen, um ungebundene Antikörper zu entfernen. Der kompetitive ELISA verdankt seinen Namen der Tatsache, dass umso mehr Antigen-Antikörper-Komplexe gebildet werden, je mehr Antigen in der Probe vorhanden ist. Das bedeutet, dass weniger ungebundene Antikörper für die Bindung an das Antigen in der Vertiefung zur Verfügung stehen und die Antigene um einen verfügbaren Antikörper konkurrieren müssen. Ein zum Primärantikörper passender Sekundärantikörper wird zugegeben. Dieser zweite Antikörper ist an das Enzym gekoppelt. Nach Zugabe des Substrats erzeugen die verbleibenden Enzyme ein chromogenes oder fluoreszierendes Signal.
An diesem Punkt wird die Reaktion gestoppt, um eine mögliche Sättigung des Signals zu vermeiden.
Einige kompetitive ELISA-Kits enthalten ein enzymgekoppeltes Antigen anstelle eines enzymgekoppelten Antikörpers. Das markierte Antigen konkurriert mit dem unmarkierten Probenantigen um die Bindungsstellen am Primärantikörper. Je weniger Antigen in der Probe vorhanden ist, desto mehr markiertes Antigen verbleibt in der Vertiefung und desto stärker ist das Signal.

Reverser ELISA

Beim reversen ELISA werden keine Mikrotiterplatten verwendet; die Antigene bleiben in der Testflüssigkeit suspendiert. Der reverse ELISA-Test misst die Menge des gebundenen Antikörpers über das Antigen. Er wurde speziell zum Nachweis und zur Untersuchung des Hüllproteins des West-Nil-Virus sowie zur Untersuchung der Fähigkeit, virusspezifische Antikörper zu finden, entwickelt.

Welche enzymatischen Marker werden für ELISA verwendet?

Die folgende Liste enthält die gebräuchlichsten enzymatischen Marker für ELISA-Assays, mit denen sich die Ergebnisse des Assays nach dessen Abschluss messen lassen.

  • OPD (o-Phenylendiamin-Dihydrochlorid) färbt sich beim Nachweis von HRP (Meerrettichperoxidase), die häufig als konjugiertes Protein eingesetzt wird, bernsteinfarben.
  • TMB (3,3′,5,5′-Tetramethylbenzidin) färbt sich beim Nachweis von HRP blau und nach Zugabe von Schwefel- oder Phosphorsäure gelb.
  • ABTS (2,2′-Azinobis-[3-ethylbenzothiazolin-6-sulfonsäure]-Diammoniumsalz) färbt sich beim Nachweis von HRP grün.
  • PNPP (p-Nitrophenylphosphat, Dinatriumsalz) färbt sich beim Nachweis von alkalischer Phosphatase gelb.

Wir besprechen gerne Ihren Prozess mit Ihnen.

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