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Ultraschallstabschwinger für die Probenvorbereitung: Ein Leitfaden

Ultraschall ist eine effizient Methode für Zellaufschluss Zellen, DNA-Fragmentierung und Partikel-Dispergierung. Wie alle Techniken in den Biowissenschaften, der Mikrobiologie und der klinischen Analyse profitiert auch die Beschallung von einer sorgfältigen Optimierung, um eine Schädigung der Proben zu vermeiden, insbesondere bei der Arbeit mit temperaturempfindlichen Materialien. Befolgen Sie folgende Tipps – wie z.B. Lagerung der Proben auf Eis, Steuerung der Beschallungsamplitude, Verwendung des Pulsmodus und Optimierung der Eintauchtiefe der Sonotrode – , um valide und reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen. Letztendlich gewährleistet ein gut optimiertes Beschallungsprotokoll den Erfolg nachgeschalteter Analysen und bewahrt die Integrität Ihrer Proben.

Beschallung – Ein unverzichtbarer Schritt in der Probenvorbereitung

Der 200-Watt-Ultraschall-Laborhomogenisator UP200St ist ein leistungsstarker Homogenisator für Zellaufschluss, Proteinextraktion und DNA-Scheren.Die Beschallung mit einem Ultraschallstab ist eine weit verbreitete Technik der Probenvorbereitung in der biologischen, chemischen und Materialforschung. Bei diesem Verfahren wird Ultraschallenergie genutzt, um Zellen aufzuschließen, DNA zu scheren, Nanopartikel zu dispergieren oder Suspensionen zu emulgieren. Durch die Übertragung von hochenergetischen Ultraschallwellen durch eine flüssige Probe über eine Sonde (Ultarschallstab, -spitze) wird bei der Beschallung mit einem Ultraschallhomogenisator Kavitation erzeugt. Dabei treten lokalisiert hohe Drücke, Turbulenzen und Scherkräfte auf, wodurch zelluläre Strukturen mechanisch aufgebrochen oder Partikel homogen dispergiert werden. Eine Optimierung der ultraschall-gestützen Probenvorbereitung hilft dabei, die Probe so aufzubereiten, dass zelluläre Substanzen freigesetzt werden, ohne diese in ihrer INtegrität zu beeinträchtigen. Dies gilt insbesondere für empfindliche biologische Materialien wie Proteine und Nukleinsäure. Dieser Leitfaden zur Beschallung mit einem Ultraschallhomogenisator gibt praktische Tipps für eine effiziente Probenvorbereitung.

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Der am Stativ montierte Ultraschallhomogenisator UP200Ht wird für zahlreiche Anwendungen in Forschung, Industrie und Produktion eingesetzt.

Der Ultraschall-Laborhomogenisator UP200Ht wird in Forschungslabors gerne für die Probenvorbereitung, Lyse, Extraktion, DNA-Fragmentierung und das Lösen verwendet.

UP200Ht und UP200St - Ultraschall-Laborhomogenisatoren: Die digitalen Ultraschallgeräte UP200Ht und UP200St sind beides leistungsstarke 200-W-Homogenisatoren für Probenvorbereitung, Extraktion, Lyse, DNA-Scheren, Emulgieren, Dispergieren und Chemie.

UP200Ht - Handgehaltener Ultraschall-Homogenisator

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  1. Amplitudeneinstellung anpassen
    Die Amplitude der Beschallung bezieht sich auf die Stärke der von der Sonde erzeugten Schwingungen. Höhere Amplituden liefern eine intensivere Ultraschallenergie, erzeugen aber auch mehr Wärme, was das Risiko einer Beschädigung der Probe erhöht. Niedrigere Amplituden hingegen sorgen für eine sanftere Beschallung, die die Wärmeentwicklung reduziert und gleichzeitig die Unversehrtheit der Probe erhält.
    Je nach Ihrer spezifischen Anwendung kann die Verwendung einer niedrigeren Amplitude über einen längeren Zeitraum bessere Ergebnisse liefern als die Anwendung einer sehr hohen Amplitude für kurze Schübe. Dieser Ansatz verringert die Gefahr einer thermischen Schädigung und gewährleistet gleichzeitig eine angemessene Auflockerung oder Durchmischung der Probe.
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  3. Verwenden Sie die Automatische Datenprotokollierung
    Die automatische Datenprotokollierung von Hielscher Digital Sonicators erleichtert die Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit der Ultraschall-Probenvorbereitung.Das intelligente Menü aller digitalen Hielscher Ultraschallhomogenisatoren verfügt über eine automatische Datenprotokollierung. Sobald Sie den Sonicator einschalten, werden alle wichtigen Daten wie Energieeintrag (gesamt und netto), Amplitude, Leistung, Zeit – wie auch Temperatur und Druck, wenn Sie die Temperatur- und Drucksensoren angeschlossen haben - überwacht. Alle Daten werden mit Datum und Zeitstempel als CSV-Datei auf eine integrierte SD-Karte geschrieben.
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  5. Optimierung des Energieeintrages: Die richtige Menge an Ultraschallenergie
    Die Optimierung der Ultraschallbehandlung anhand des spezifischen Energieeintrags (Ws/ml) bietet einen besser reproduzierbaren und quantifizierbaren Ansatz als zeitbasierte Protokolle. Während die Beschallungsdauer ein Faktor bleibt, ist es die pro Volumeneinheit abgegebene Gesamtenergie, die letztlich das Ausmaß des Probenaufschlusses bestimmt. Eine unzureichende Energiezufuhr kann zu einer unvollständigen Lyse oder Dispersion führen, während eine zu hohe Zufuhr den Abbau von Molekülen, die Denaturierung von Proteinen oder eine Überhitzung zur Folge haben kann - insbesondere bei empfindlichen biologischen oder polymeren Systemen.
    Unser Tipp: Beginnen Sie mit einer niedrigen spezifischen Energiezufuhr - in der Regel im Bereich von 10-50 Ws/ml, je nach Art der Probe - und erhöhen Sie diese schrittweise nach Bedarf. Überwachen Sie den Prozess, indem Sie physikalische Veränderungen (z. B. Trübung, Viskosität, Partikeldispersion) bewerten und auf Anzeichen für eine Überbeschallung wie übermäßige Schaumbildung, Temperaturanstieg oder Probenverfärbung achten. Passen Sie Amplitude, Impulszyklus und Dauer entsprechend an, um die angestrebte Energiedosis zu erreichen und gleichzeitig die thermische oder mechanische Belastung zu minimieren.
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  7. Verwenden Sie den Pulsmodus, um die Erwärmung der Probe zu minimieren
    Hielscher Sonicators können im Pulsmodus betrieben werden, was besonders bei temperaturempfindlichen Proben sinnvoll ist. Im Pulsmodus wechseln Beschallungs- und Ruhephasen, so dass die Probe zwischen den Ultrascghallpulsen abkühlen kann. Dies verhindert übermäßige Erwärmung und minimiert das Risiko einer hitzebedingten Schädigung der Proben.
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  9. Temperaturkontrolle: Kühlen Sie Ihre Proben
    Die Beschallung ist eine nicht-thermische Verarbeitungstechnik. Gemäß dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik wird jedoch alle mechanische Energie letztendlich in Wärme umgewandelt. Die Verwendung eines Eisbads hilft dabei, die Probentemperatur zu halten.Bei der Beschallung wird Ultraschallenergie in die Flüssigkeit übertragen, wodurch aufgrund von Turbulenzen und Reibung Wärme entsteht. Unkontrolliert kann dies zu erhöhten Temperaturen führen, die empfindliche biologische Proben, wie Proteine, Enzyme und Nukleinsäuren, schädigen können. Um dies zu vermeiden, ist die Temperaturkontrolle während der Beschallung von entscheidender Bedeutung.
    Eine der einfachsten und effektivsten Möglichkeiten, eine Überhitzung zu vermeiden, besteht darin, die Proben während des Beschallungsvorgangs in einem Eisbad zu platzieren. Dies trägt dazu bei, eine stabile, niedrige Temperatur aufrechtzuerhalten, und schützt Ihre Probe vor thermischer Zersetzung.
    Alle digitalen Ultraschallhomogenisatoren verfügen über eine Temperaturüberwachung. Ein steckbarer Temperatursensor misst kontinuierlich die Temperatur in der Probe. Entsprechend der im Programm eingestellten Temperaturgrenze pausiert das Ultraschallgerät automatisch bei Erreichen der oberen Temperaturgrenze und setzt die Beschallung fort, sobald die untere Grenze des eingestellten Temperaturdeltas erreicht ist.
    Zusätzlich können Sie:

    • das Probenröhrchen auf Eis platzieren, bevor Sie den Beschallungsvorgang starten.
    • die Beschallung in regelmäßigen Abständen unterbrechen, um ein Abkühlen zu ermöglichen, wenn eine längere Beschallung erforderlich ist.
    • die Probe nach der Beschallung auf Eis lagern, um die bioaktiven Moleküle weiter zu stabilisieren.

    Dies ist besonders wichtig für Proteinproben, da Proteine bei erhöhten Temperaturen schnell denaturieren können. Indem Sie Ihre Proben kühl halten, bewahren Sie ihre funktionelle Integrität für nachgeschaltete Anwendungen, wie Western Blotting, Enzymtests oder Massenspektrometrie.

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  11. Die richtige Sonotrodengröße für Ihre Probe
    Verschiedene Sonden- oder Sonotrodengrößen für das Ultraschallschersystem UP400St, das für die Gewebehomogenisierung, den Zellaufschluss, die Lyse, die Proteinextraktion, die Zellauflösung, das Mischen von Puffern sowie das Scheren/Fragmentieren von DNA und RNA verwendet wird.Die Wahl der richtigen Sonotrode ist für die Beschallung von Proben wichtig: Sie erlaubt eine optimale Energieübertragung und einen effektiven Zellaufschluss bzw. Freisetzung der Biomoleküle. Eine richtig dimensionierte Sonotrode generiert effizient Kavitation, und schafft damit die Voraussetzung für Lyse, Solubilisierung und die Homogenisierung der Proben. Wenn die Sonotrode für das Volumen oder das Probenmaterial zu groß oder zu klein ist, kann dies zu ungleichmäßiger Beschallung, übermäßiger Erwärmung oder unzureichendem Zellaufschluss führen, was die Versuchsergebnisse beeinträchtigen kann. Die Wahl der richtigen Sonotrodengröße trägt daher dazu bei, die Probenintegrität zu erhalten und die Reproduzierbarkeit der Experimente zu gewährleisten.
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  13. Korrekte Eintauchtiefe: Vermeiden Sie Schaumbildung und gleichmäßige Beschallung
    Sondensonicator UP200St mit Sonotrode S26d7D für die Batch-Homogenisierung von ProbenDie Positionierung der Sonotrode ist ein wichtiger, aber oft übersehener Faktor bei der Beschallung. Die richtige Eintauchtiefe gewährleistet eine effiziente Energieübertragung und Durchmischung der Probe. Ist die Sonotrode zu flach eingetaucht, kann es zu übermäßiger Schaumbildung kommen. Dabei werden Luftblasen eingeschlossen und die Effektivität der Beschallung lässt nach. Wenn die Sonotrode zu tief eingetaucht ist, wird möglicherweise keine ausreichende Zirkulation erreicht, was zu einer ungleichmäßigen Beschallung der Probe führt.
    Die ideale Eintauchtiefe der Sonotrode liegt normalerweise zwischen 1/4 und 1/3 der Höhe der Flüssigkeit im Vial oder Behälter. Experimentieren Sie mit verschiedenen Tiefen, um die optimale Position zu finden, welche die Energieübertragung maximiert, ohne Schaumbildung zu verursachen.
    Bei großen Probenbehältern kann es von Vorteil sein, die Sonotrode langsam durch die Probe zu bewegen, um eine gleichmäßige Beschallung der gesamten Probe zu gewährleisten.
    Wenn Sie die Multi-Sample-Sonicator-Modelle CupHorn oder UIP400MTP verwenden, füllen Sie das Wasserbecken wie in der Anleitung beschrieben.
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  15. Optimieren Sie den Beschallungsprozess: Ideal für Ihre Probe
    Hielscher-Industrieschallköpfe der hdT-Serie lassen sich komfortabel und benutzerfreundlich über eine Browser-Fernbedienung bedienen.Der Schlüssel zur erfolgreichen Beschallung ist die Optimierung. Da verschiedene Proben, wie Zellkulturen, Gewebe und chemische Substanzen, unterschiedlich auf Ultraschallenergie reagieren, ist es wichtig, das Verfahren auf Ihre spezifischen Bedürfnisse abzustimmen. Zu den Faktoren, die bei der Optimierung zu berücksichtigen sind, gehören:
    Probenvolumen: Größere Volumina können ggf. eine längere Beschallungsdauer oder höhere Amplituden erfordern.
    Viskosität der Probe: Bei zähflüssigen Proben kann eine intensivere Beschallung erforderlich sein, um einen ausreichenden Aufschluss zu erzielen.
    Angestrebtes Ergebnis: Wenn Sie festes Gewebe lysieren, kann eine intensivere Beschallung erforderlich sein. Zum Fragmentieren von DNA ist häufig eine milde, kurze Beschallung ausreichend.
    Durch systematisches Testen und Anpassen der Parameter – wie z.B. Amplitude, Energieeintrag und Eintauchtiefe - können Sie den Beschallungsprozess für Ihre spezielle Probe optimieren.

Finden Sie den richtigen Sonicator für Ihre Probenvorbereitung

Hielscher Ultrasonics bietet ein komplettes Portfolio an Ultraschallgeräten für Ihre Probenvorbereitung. Teilen Sie uns Probenmaterial, Volumen und die spezifische Anwendung mit, an der Sie arbeiten. Unser Expertenteam berät Sie gerne und bietet Ihnen den passenden Ultraschall-Homogenisator für Ihre Forschungsexperimente an.

Die nachstehende Tabelle gibt Ihnen einen Hinweis auf die ungefähre Verarbeitungskapazität unserer Labor-Ultraschallgeräte:

Empfohlenes Ultraschallgerät Batch-Volumen Durchfluss
UIP400MTP 96-Well-Platten Sonicator Multiwell-/Mikrotiterplatten n.a.
Ultraschall-CupHorn CupHorn für Vials und Becher n.a.
GDmini2 Ultraschall-Mikroströmungsreaktor n.a.
VialTweeter 0,5 bis 1,5 ml n.a.
UP100H 1 bis 500ml 10 bis 200ml/min
UP200Ht, UP200St 10 bis 1000mL 20 bis 200mL/min
UP400St 10 bis 2000ml 20 bis 400ml/min
Ultraschall-Sieb n.a. n.a.

Hielscher Ultrasonics ist ein ISO-zertifiziertes Unternehmen und legt großen Wert darauf, Hochleistungs-Ultraschallgeräte zu entwickeln und zu produzieren, die sich durch modernste Technik und Benutzerfreundlichkeit auszeichnen. Selbstverständlich sind Hielscher Sonicators CE-konform und erfüllen die Anforderungen von UL, CSA und RoHs.

Fordern Sie weitere Informationen an!

Bitte nutzen Sie das untenstehende Formular, um weitere Informationen über Hielscher Sonikatoren, Anwendungsdetails und Preise anzufordern. Gerne besprechen wir mit Ihnen Ihre Probenvorbereitung und bieten Ihnen den idealen Sonicator!




 

In dieser Anleitung wird erläutert, welche Art von Sonicator sich am besten für Ihre Probenvorbereitungsaufgaben wie Lyse, Zellaufschluss, Proteinisolierung, DNA- und RNA-Fragmentierung in Labor, Analyse und Forschung eignet. Wählen Sie den idealen Schallkopf-Typ für Ihre Anwendung, Ihr Probenvolumen, Ihre Probenanzahl und Ihren Durchsatz. Hielscher Ultrasonics hat den idealen Ultraschall-Homogenisator für Sie!

So finden Sie den perfekten Sonicator für Zellaufschluss und Proteinextraktion in Wissenschaft und Analyse

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Warum Hielscher Ultrasonics?

  • hoher Wirkungsgrad
  • Modernste Technik
  • Zuverlässigkeit & Robustheit
  • einstellbare, präzise Prozesskontrolle
  • Batch & Inline
  • für jedes Volumen
  • intelligente Software
  • intelligente Funktionen (z. B. programmierbar, Datenprotokollierung, Fernsteuerung)
  • einfach und sicher zu bedienen
  • Geringer Wartungsaufwand
  • CIP (Clean-in-Place)
VialTweeter mit Ultraschallprozessor UP200ST

VialTweeter-Sonicator für die gleichzeitige Beschallung von 10 Proben, z.B. für Zellaufschluss, zur Extraktion von Proteinen und zum Scheren von DNA



Literatur / Literaturhinweise

Häufig gestellte Fragen

Wofür wird Ultraschall eingesetzt?

Bei der Beschallung werden Schallwellen, in der Regel im Ultraschallbereich, eingesetzt, um Partikel in einer Probe zu bewegen und so Prozesse wie das Aufbrechen von Zellen, die Homogenisierung und das Aufbrechen von Molekülstrukturen zu erleichtern. Sie wird häufig in biologischen, chemischen und materialwissenschaftlichen Anwendungen eingesetzt, um die Durchmischung zu verbessern, Reaktionen zu fördern oder Zellinhalte freizusetzen.

Was wirkt Ultraschall?

Bei der Beschallungstechnik werden intensive Ultraschallwellen (normalerweise mit Frequenzen zwischen 20 – 30 kHz), um schnelle Vibrationen in einem flüssigen Medium zu erzeugen. Diese Schwingungen bewirken die Bildung und den Zusammenbruch mikroskopisch kleiner Blasen, ein Prozess, der als akustische Kavitation bekannt ist. Diese Kavitation erzeugt lokal hohen Druck und hohe Temperaturen, die Zellen aufbrechen, Partikel zerstreuen oder chemische Reaktionen erleichtern können. Die Technik der Beschallung wird in Labors häufig für Anwendungen wie Zelllyse, Extraktion, DNA-Abscherung, Homogenisierung und Nanopartikelsynthese eingesetzt.

Wie bereitet man eine Probe für die Beschallung vor?

Um eine Probe für die Beschallung vorzubereiten, wird das Probenmaterial (in der Regel eine Flüssigkeit oder ein Schwebstoff) in ein geeignetes Gefäß (häufig ein Glaskolben, ein Kunststoffrohr oder eine Multiwell-Platte) gegeben, dessen Volumen ausreicht, um die Ultraschallschwingungen aufzunehmen und ein Verschütten zu verhindern. Falls erforderlich, wird die Probe mit einem Puffer oder Lösungsmittel verdünnt, um die gewünschte Konzentration aufrechtzuerhalten und eine Überhitzung während der Beschallung zu vermeiden. Bei wärmeempfindlichen Proben wird der Behälter dann teilweise in ein Eisbad oder einen Kühlmantel getaucht, um die durch die Ultraschallwellen erzeugte Wärme abzuführen. Die Sonde des Beschallungsgeräts wird richtig positioniert, um eine effiziente Energieübertragung zu gewährleisten. Die Parameter wie Amplitude, Zeit und Impulsmodus werden je nach den spezifischen Anforderungen des Experiments eingestellt.

Fragmentiert Ultraschall DNA?

Ja, Beschallung kann DNA fragmentieren. Die bei der Beschallung erzeugten energiereichen Ultraschallwellen können die DNA-Moleküle scheren, indem sie lokal hohen Drücke und hohe Temperaturen erzeugen, was zu einer mechanischen Belastung der DNA-Stränge führt. Dies führt zu einer Fragmentierung der DNA in kleinere Stücke. Das Ausmaß der DNA-Scherung hängt von der Dauer und Intensität der Beschallung ab. In einigen Experimenten, wie z.B. bei der Chromatin-Immunpräzipitation (ChIP) oder der Vorbereitung von Bibliotheken für die Next Generation Sequenzierung (NGS), wird die Beschallung als zuverlässige Technik für die kontrollierte Scherung der DNA eingesetzt.


Hochleistungs-Ultraschall! Die Hielscher-Produktpalette deckt das gesamte Spektrum vom kompakten Labor-Ultraschallhomogenisator über Benchtop-Sonicator bis hin zu vollindustriellen Ultraschallsystemen ab.

Hielscher Ultrasonics fertigt Hochleistungs-Ultraschall-Homogenisatoren vom Labor bis zum voll-kommerziellen Industriemaßstab.

Wir besprechen Ihr Verfahren gerne mit Ihnen.