Homogenisieren und Mischen mit UltraschallBeim Homogenisieren mittels Ultraschall handelt es sich um einen mechanischen Prozess, bei dem die Größe der in einer Flüssigkeit vorhandenen Partikel verkleinert wird, so dass diese eine einheitlich geringe Größe aufweisen und gleichmäßig verteilt sind. Hielscher Ultrasonics bietet Ultraschallhomogenisatoren für die Anwendung im Labor ebenso wie für die industrielle Produktion. Die HomogenisierungUltraschallprozessoren werden als Homogenisatoren eingesetzt, um die Größe der in einer Flüssigkeit vorhandenen Partikel zu verringern und somit die Flüssigkeit hinsichtlich ihrer Uniformität und Stabilität zu verbessern. Die Partikel (disperse Phase) können sowohl fest als auch flüssig sein. Indem die Partikelgröße bzw. der Partikeldurchmesser verringert wird, erhöht sich die Anzahl der einzelnen Partikel, wodurch wiederum eine Reduktion der durchschnittlichen Entfernung der Partikel untereinander und eine Erhöhung der Partikeloberfläche erreicht werden. Die oben stehende Grafik (Klicken Sie hier für eine größere Ansicht) zeigt die Korrelation zwischen dem individuellen Partikeldurchmesser und der Partikelgesamtoberfläche. Die Oberflächengröße und der durchschnittliche Partikelabstand können die Rheologie (Fließverhalten) einer Flüssigkeit beeinflussen. Falls im Medium ein Unterschied hinsichtlich der spezifischen Gravität zwischen den Partikeln und der Flüssigkeit vorhanden ist, so kann die Uniformität der Partikelgröße die Stabilität der Dispersion beeinflussen. Falls die Partikel mehrheitlich von gleicher Größe sind, so nimmt die Tendenz des Agglomerierens während des Ansteigens oder des Absackens ab, da gleiche Partikel die gleiche Auftriebs- und Absetzgeschwindigkeit aufweisen. HochdruckhomogenisatorenDer gängigste Mechanismus zum Homogenisieren ist die Hochdruckhomogenisation. Dabei wird die Flüssigkeit unter hohem Druck (ca. 2000 bar) durch ein Homogenisationsventil gepresst. Beim Durchfließen des Ventils durchläuft die Flüssigkeit einen kurzen (ca. 50 Mikrosek.) Hochdruck-Niederdruck-Zyklus. Dieser Mechanismus zeigt vor allem bei kleinen, weichen Partikeln, z. B. bei Fetttröpfchen in Milch, gute Erfolge. Für Dispersionen harter und abrasiver Materialien, wie z. B. Pigmente, Poliermittel, Metalloxide oder faseriger und zäher Materialien (wie Fruchtpürees, Algen oder Schlamm), ist die Hochdruckhomogenisation allerdings nur bedingt geeignet, da die Flüssigkeiten hohe Geschwindigkeiten (bis zu 120m/Sek.) erreichen und die Ventile sehr kleine Öffnungen aufweisen. Wenn das abrasive Material durch die Pumpe und die Ventilöffnungen fließt, verursacht dies Abrieb. Dadurch werden sowohl die Effizienz als auch die Lebensdauer der Pumpen und der Ventile beeinträchtigt. Die Vorteile von Ultraschall bei der HomogenisierungDie Ultraschallhomogenisation ist äußerst effizient, um die Größe sowohl weicher als auch harter Partikel zu verringern. Die Homogenisierung mit Ultraschall basiert auf Kavitation. Bei intensiver Beschallung mit Ultraschall werden Schallwellen auf die Flüssigkeit übertragen; dabei entstehen abwechselnd Hochdruck- und Niederdruck-Zyklen (ca. 20.000 Zyklen/Sek). Während eines Niederdruck-Zyklus entstehen hochenergetische kleine Vakuumblasen, so dass Dampfdruck erreicht wird. Wenn die Blasen eine gewisse Größe erreichen, platzen sie während eines Hochdruckzyklus. Während dieser Implosion entstehen lokal sehr hohe Drücke und Flüssigkeitsstrahlen von sehr hoher Geschwindigkeit. Die entstehenden Strömungen und Turbulenzen spalten die Partikelagglomerate und führen zu heftigen Kollisionen zwischen den einzelnen Partikeln.
Ein weiterer Vorteil ist die genaue Kontrolle über die operativen Parameter, die die Kavitation beeinflussen. Die Hielscher Ultraschallprozessoren können bei Schwingungsamplituden von ungefähr 1 bis 200 Mikrometer eingesetzt werden. Der Druck kann sich zwischen 0 und ungefähr 30 bar bewegen. Die Parameter von Amplitude und Druck haben den höchsten Einfluss, wobei die breiten operationalen Einstellungsmöglichkeiten der einzelnen Parameter sowohl eine sehr schonende als auch eine zerstörende Behandlung der Flüssigkeit erlauben. Hielscher Ultraschallgeräte werden über die Amplitude kontrolliert. Dabei wird die angepasste Amplitude während aller operationalen Kondition beibehalten, wodurch die Beschallung kontrollierbar und wiederholbar ist. Die Beschallung unter identischen operationalen Parametern erzielt beständige und reproduzierbare Ergebnisse. Dies ist ein wichtiger Faktor für die gleichbleibende Qualität des Produktes ebenso wie für ein späteres Scale-up/ Aufstocken der Prozessergebnisse von der Labor- auf die Produktionsebene. Homogenisieren in jeder Größenordnung
Die unten stehende Tabelle gibt allgemeine Geräteempfehlungen, die auf dem Batchvolumen oder der Durchflussrate basieren. Klicken Sie auf die verschiedenen Gerätetypen, um mehr Informationen zu dem jeweiligen Ultraschallprozessor zu erhalten.
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