Nanomaterialien mit Ultraschall behandelnNanomaterialien bilden einen wichtigen Bestandteil in vielen verschiedenartigen Produkten, wie z. B. in Sonnenschutzmitteln, Hochleistungsbeschichtungen oder Kunststoffverbundstoffen. Ultraschallkavitation wird genutzt, um nanoskalige Partikel in Flüssigkeiten wie Wasser, Öl, Lösungsmitteln oder Epoxydharzen zu dispergieren. ![]() Die Anwendung von Ultraschall auf Nanomaterialien zeigt mannigfaltige Effekte. Das Dispergieren von Stoffen in Flüssigkeiten, um Partikelagglomerate zu zerstören, ist wohl die bedeutendste Ultraschallwirkung. Ein anderer wichtiger Prozess ist das Beschallen während der Partikelsynthese oder der Ausfällung. Dadurch werden eine Verringerung der Partikelgröße und eine Steigerung der Größenuniformität erreicht. Durch die Ultraschallkavitation verbessert sich zudem der Stoffaustausch an der Partikeloberfläche. Dieser Effekt kann dazu genutzt werden, um die Oberflächenfunktionalität der Materialien zu steigern, die eine hochspezifische Oberfläche aufweisen. Das Dispergieren und die Größenreduktion von Nanomaterialien
Klicken Sie hier, um mehr über das Dispergieren von Carbon-Nanotubes zu lesen. Ultraschallkavitation
Die ultraschallunterstützte Partikelsynthese / Fällung
Das Funktionalisieren der Oberfläche mit Hilfe von UltraschallBei zahlreichen Nanomaterialien, wie Metalloxiden, Inkjet-Tinte und Tonerpigmenten oder auch bei Füllstoffen in Hochleistungsbeschichtungen, ist eine Funktionalisierung der Oberfläche notwendig. Um die gesamte Oberfläche jedes einzelnen Partikels zu funktionalisieren, wird eine gute Dispersionsmethode benötigt. Sind die Partikel dispergiert, so sind sie für gewöhnlich von einer Grenzschicht aus Molekülen umgeben, die von den Partikeln angezogen werden. Um neue funktionale Gruppen auf der Partikeloberfläche herzustellen, muss die Grenzschicht aufgebrochen oder abgelöst werden. Die Flüssigkeitsstrahlen, die durch die Ultraschallkavitation erzeugt werden, können Geschwindigkeiten von bis zu 1000km/h erreichen. Der dabei entstehende Druck unterstützt das Aufheben der Bindungskräfte und transportiert funktionale Moleküle auf die Partikeloberfläche. In der Sonochemie wird dieser Effekt dazu verwendet, um die Leistung der dispergierten Katalysatoren zu steigern. Beschallung und Partikelgrößenmessung![]() Das Beschallen von Proben verbessert die Genauigkeit Ihrer Partikelgrößen oder das Morphologiemaß. Der neue SonoStep kombiniert Ultraschall, Rühren und das Pumpen im kompakten Design eines einzigen Gerätes. Dieses ist einfach zu bedienen und kann dazu verwendet werden, um beschallte Proben an Analysegeräte, wie z. B. das Partikelgrößenmessgerät, weiterleiten. Die intensive Beschallung trägt dazu bei, die agglomerierten Partikel zu dispergieren und somit beständigere Ergebnisse zu erhalten. Wollen Sie mehr darüber erfahren, klicken Sie bitte hier! Beschallen mit Ultraschall auf Labor- und ProduktionsebeneUltraschallprozessoren und Durchflusszellen für das Deagglomerieren und Dispergieren sind sowohl für das Labor als auch für Produktion erhältlich. Bestehende Produktionsanlagen können problemlos mit den Hielscher Industriesystemen aufgerüstet werden, indem die Ultraschelleinheiten in die vorhandene Anlage integriert werden. Für Forschung- und Entwicklungszwecke empfehlen wir den Einsatz des UIP1000hd (1.000 Watt). Hielscher bietet eine Vielzahl an Ultraschallgeräten und Zubehör für das effiziente Dispergieren von Nanomaterialien, z. B. in Farben, Tinten oder Lacken.
Das Bench-top-Equipment bzw. die Ausrüstung für Versuche im Technikums-Maßstab können zu günstigen Konditionen gemietet werden, um Prozessversuche durchzuführen. Das Ergebnis solcher Versuche kann anschließend auf das Produktionslevel übertragen und dementsprechend vergrößert werden. Gerne beraten wir Sie online, telefonisch oder persönlich. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier oder nutzen Sie einfach das unten stehende Formular. LiteraturAharon Gedanken (2004): Using sonochemistry for the fabrication of nanomaterials, Ultrasonic Sonochemistry Invited Contributions, 2004 Elsevier B.V. Nanomaterialien - HintergrundinformationenBei Nanomaterialien handelt es sich um Stoffe, deren Größe weniger als 100nm beträgt. Ihre Verwendung bei der Herstellung von Formulationen für Farben, Tinten und Beschichtungen steigt rapide an. Die Nanomaterialien lassen sich in folgende drei Kategorien unterteilen: Metalloxide, Nanoclays und Carbon-Nanotubes. Zu den Metalloxid-Nanopartikeln zählt man nanoskaliges Zinkoxid, Titanoxid, Eisenoxid, Zeroxid und Zirconiumoxid, ebenso gemischte Metallverbindungen, wie Indiumzinnoxide, Zirconium und Titan. So winzig diese Stoffe auch sind, so spielen sie in zahlreichen wissenschaftlichen Disziplinen wie der Physik, der Chemie und der Biologie eine große Rolle. In Farben und Lacken erfüllen die Nanomaterialien dekorative Zwecke (z. B. Farbe und Glanz) und funktionale Aspekte (z. B. Leitfähigkeit, mikrobielle Inaktivierung), zudem verbessern sie die Schutzfunktion der Farben und Beschichtungen (z. B. Kratzbeständigkeit, UV-Stabilität). So finden spezielle nanoskalige Metalloxide, wie TiO2 und ZnO oder Aluminiumoxid, Ceria, Silica und nanoskalige Pigmente Verwendung bei der Herstellung neuartiger Farb- und Lackformulationen. Wenn die Größe dieser Stoffe und Materialien verändert wird, verändern sich dadurch die Materialeigenschaften, wie z. B. die Farbe, die Interaktion mit anderen Stoffen und die chemische Reaktivität. Diese Veränderung der Eigenschaften wird durch eine Veränderung der elektronischen Eigenschaften hervorgerufen. Durch die Partikelgrößenreduktion wird die Oberfläche des Materials vergrößert. Aufgrund dessen kann ein höherer Prozentanteil der Atome mit anderen Stoffen interagieren, z. B. mit der Matrix von Epoxydharzen. Diese erhöhte Oberflächenaktivität ist die innovative Schlüsselfunktion, welche die Nanomaterialien für Forschung und Industrie so interessant macht. Durch Agglomeration und Aggregation werden die Partikeloberflächen blockiert, so dass die Partikel nicht mehr mit anderen Stoffen interagieren können. Daher ist es nur mit gut dispergierten oder einzeln dispergierten Partikeln möglich, das volle Potenzial dieser Materialien zu nutzen. Durch eine gute Dispersion sinkt infolgedessen auch die Menge an Nanomaterial, um denselben Effekt zu bewirken. Da die meisten Nanomaterialien ziemlich teuer sind, ist dieser Aspekt hinsichtlich der Vermarktung von Produktformulationen, die Nanomaterialien enthalten, wichtig und bedeutend. Heutzutage werden Nanomaterialien in einem Trockenprozess hergestellt; daher müssen die Partikel für die Formulationen in Flüssigkeiten gemischt werden. Jedoch agglomerieren die meisten Nanopartikel, sobald sie nass werden. Vor allem Carbon-Nanotubes sind sehr kohäsiv, wodurch es schwierig ist, sie in Flüssigkeiten (z. B. in Wasser, Öl, Ethanol, Polymer oder Epoxydharzen) zu dispergieren. Konventionelle Geräte, wie beispielsweise Hochscher- oder Schermischer, Hochdruckhomogenisatoren oder Kolloid- und Scheibenmühlen scheitern daran, die Nanopartikel in einzelne Partikel zu trennen. Besonders für die kleinen Stoffe - mit der Größe von einigen Nanometern bis hin zu ein paar Mikrometern - zeigt sich Ultraschall als äußerst wirksame, effektive Methode, um die Agglomerate, die Aggregate und sogar Primärpartikel zu zerstören. Wird Ultraschall zum Mahlen von hochkonzentrierten Batches genutzt, kommt es durch die Flüssigkeitsstrahlen, die durch die Kavitation entstehen, zur Kollision der Partikel untereinander. Die Partikel prallen dabei mit Geschwindigkeiten von bis zu 1000km/h aufeinander. Dadurch werden die van der Waals-Kräfte in den Agglomeraten und sogar in den Primärpartikeln gebrochen. | |
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